Mittwoch, 25. April 2012

Roadtrip - oder wie man Platzangst bekommt

Von Melbourne aus ging es erst mal auf die Great Ocean Road fuer Ronja, Sebastian, mich und dem Van Felix. Sonnenschein, ein neues Radio, Eis und unglaubliche Ausblicke auf den blauen Ozean. Unterwegs kommt man an etlichen Nationalparks vorbei und kann sich den Regenwald, Baumriesen und Wasserfaelle anschauen. Am schoensten fanden wir die Triple Falls, zu denen wir durch einen Dschungel, wo wir nur noch auf Dinosaurier warteten, hinunter kletterten, um eine Runde schwimmen zu gehen. Das Wasser war dann tatsaechlich so kalt das einem die Luft wegblieb, aber unterwegs ohne Dusche ist jedes Bad recht. Im Otway Nationalpark besiegte Sebastian seine Hoehenangst nicht auf dem Skywalk und wir wanderten (Ronja und ich huepfend, er an der Reling klammernt) durch die Baumwipfel der riesigen Baeume.



Und dann tauchten neben der A1, in der Ferne schon die ersten Sandsteinformationen auf. Die zwoelf Apostel. Die eigentlcih nur noch zu acht sind und trotzdem noch maiestetisch wirken wie sie so aus dem Wasser ragen und den meterhohen Wellen trotzen. Was fuer eine Kraft das Meer haben kann zeigten uns dann andere Stellen, wie die London Bridge, die vor einigen Jahren einstuezte, als sich gerade zwei Touristen auf der anderen Seite der“Bruecke”befanden. In dem weichen Sandstein entstehen immer neue interessante Dinge, wie Grotten, Hoehlen, Blowholes und schoene Buchten.



Sonnenuntergang



                                                         Sonnenaufgang



La Grotto und "noch"gluecklicher Sebastian


Selbst die Kamera kann es nicht verbergen, es muss wohl wahre Liebe sein...oder himmlisch guter Kaffee


Nach einem Abstecher in die Grampians und zum Blue Lake in Mt.Gambier (wo niemand weiss warum er so unnatuerlich blau ist und im Winter ploetzlich grau wird) erreichten wir dann auch schon Adelaide.



Nach 1 Stunde Adelaide, entschieden wir weiter zu fahren. In Port Wakefield stiessen Aaron und Tom wieder zu uns. Nach einem kurzen Check beider Autos naeherten wir uns der Nullabar Plain an.




Die Strecke von Adelaide nach Perth ist so weit wie von London nach Moscow… da wir nicht mals mehr eine Woche hatten bis wir unsere Eltern in Perth am Flughafen treffen sollten liessen wir die Flinders Ranges sausen und fuhren nach Cactus Beach. Das erste Mal fuhr auch ich Felix. Erst mal 600km und ueber eine Dirtroad durch Sand- und Salzseen. Riesige Sandduenen tuermen sich in Cactus Beach vor dem Meer auf. Hinter ihnen liegen Seen, Salzsehen, Sand und Wueste.



Sundowner zum Sunset


Sanduenen auf die man einfach klettern musste um dann wieder hinunter zu rennen


Von Cactus Beach ging es dann wirklich weiter auf die Nullabor Plain. Nullabor heisst “no trees” und die Nullabor Plain geht also schnurgerade durch eine Wueste in der es…kein Baeume gibt. Zwei Tage lang waren die groessten Highlights eine Kurve, oder ein Roadtrain der ganze Haeuser transportierte und beide Strassenseiten einnahm


. Das laengste Gerade Stueck Strasse (Australiens) ist 140km lang. Wenn man also so weit das Auge reicht keine Autos entdeckt und Langeweile hat, kommt man auf dumme Ideen. Den besten Highfive (aus 2 Autos), wie lange kann man sich gegenseitig ueberholen oder wie lange kann man auf der rechten Strassenseite fahren und andere Dinge.







Unverschaemt teuer! Wo petrol noch 1.30/l kostete in Melbourne, sind es nun 2.03/l



Und die Entfernungen so lang das man dann auch mal nachhelfen muss



Nach unserer laengsten Fahrt (1000km und 12Stunden, im Tagesicht nur durch 2 malige Zeitverschiebung zu schaffen) kamen wir in Esperance an. Dort besuchten wir den Cape le grand nationalpark der wirklich wunderschoen ist. Der Strand schon fast zu weiss und das wasser zu blau. Perfekt wie aus einem Katalog...aber eben besser weil es echt ist und man selbst mittendrin. So tummeln sich dann morgens am perfekten Strand auch noch fotogene Kaengurus.










Viel zu frueh mussten wir Esperance verlassen. Im Valley of the Giants durfte ich dann endlich auch mal einen Gianttree umarmen.


Nach der letzten Etappe erreichten wir endlich Perth. Unser Hostel. Meine Eltern. 4000kilometer in 2 wochen machten mich fast Wahnsinnig und gleucklicher Weise war die Platzangst nur auf einen Tag beschraenkt, nach 12 Studnen autofahrt (wo “sind wir schon da?”fragen nichts bringt) sehnt man sich doch nach mehr Raum und vorallem Bewegung. Aber es war ein unglaubliches Erlebnis und einfach eine sehr lange Autofahrt.
Teil 2 des Roadtrips folgt bald, denn wir sind schon wieder unterwegs, die Westkueste hinauf. 6000km im 3er Conveu. Mit Englaendern die Deutsch lernen wollen und Deutschen die Englisch lernen wollen. So wie Duden es mag.
Bis bald. Hab euch lieb. <3

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