Dienstag, 10. April 2012

All good things come to an end...

Hallo meine Lieben,

ich denke, dass das hier wohl mein letzter Eintrag in diesem Blog wird. Es ist bald schon Mitte April und ich komme bald nach Hause (zur Erinnerung: 29.04.2012).
Und von meinem letzten Eintrag bis jetzt ist eine MENGE passiert.

Neuseeland war einfach eines der schoensten Laender, die ich bereisen durfte. Es gibt dort einfach alles. Berge, Seen, Meer, Waelder, Graslandschaften, Eisberge ... ALLES! Ich war sehr traurig als ich aus Auckland flog. Gerade auch, weil ich in der letzten Woche zwei unglaublich tolle Menschen kennen gelernt habe. Meine letzten beiden Couchsurfer in Auckland. Mit den beiden habe ich viel unternommen. Mit Eric war ich Fahrrad fahren auf Waiheke Island (Laura, wenn du in Auckland bist und du genug Zeit hast dort, dann musst du unbedingt auf diese Insel, sehr huegelig (besonders vorteilhaft wenn man ein Fahrrad dabei hat^^, aber die Straende wunderschoen- wir hatten einen FKK Strand erwischt. Aber das war uns wurscht). Und der andere Couchsurfer, Andrew, hat mich fuer einen Tag lang nach Coromandel gefahren. Eine wunderschoene Gegend.
Meine Fluege waren aber schon gebucht und ich musste fliegen an dem Tag. Und zwar nach Nadi, Fiji. Das coole ist, wenn man vom Flugzeug in das Flughafengebaeude kommt, ist dort eine Band und die spielt den Bula-Song (Bula bedeutet Hallo auf Fijian). Das war echt schoen. Man kommt gleich in eine Urlaubs-, Relaxstimmung. Leider hat diese Stimmung nicht lange angehalten, denn darauf folgend bin ich mit dem Taxi zu meinem Hostel gefahren und bekam den ersten Eindruck von Fiji. Alles war dreckig, vermuellt und grau. Nicht gerade das Paradies, was man sich vorstellt, wenn man an Fiji denkt, richtig?!
Und auch als ich das erste Mal in Nadi Town war, wollte ich am liebsten weinen, weil die Menschen so unfreundlich waren, man hat mich in der Apotheke uebers Ohr gehauen und fuer Sonnencreme wollten sie in einem Supermarkt FD$50 haben! Ich wollte nur noch zureuck nach Neuseeland. Aber dann habe ich jemanden getroffen (Norman ist sein Name) und er hat mir von den Yasawa Inseln erzaehlt und wie toll das dort ist. Das war leider die teurere Option, aber es hat sich gelohnt. Ich bin eine Woche lange von Insel zur Insel gehuepft und habe die schoensten weissen Straende gesehen, endlich die Postkartenmotive, die ich mir erhofft hatte. Und die Leute auf den Inseln waren super freundlich.
Zufaellig hatte ich in meinem Hostel zuvor ein Maedchen kennen gelernt, Patty- eine Hollaenderin- und wir haben uns entschlossen zusammen das Island hopping zu machen.
Auf den Inseln gab es allerhand Aktivitaeten, die man machen konnte. Ich hatte mich entschlossen das groesste fijian village der Inselngruppe zu besuchen. Und das war eine gute Wahl. Ich durfte mit den Schulkindern in der Schule spielen (OMG! Sind die Kinder suess!!! Ich haette eins einfach in meinen Rucksack packen und mitnehmen sollen). Wir durften auch in das Haus des Chiefs und Fragen stellen. Sehr netter Mann, der Chief!
Ausserdem haben wir an einer traditionellen Kawa Zeremonie teilgenommen. Kawa ist das Landesgetraenk der Fijians und besteht aus der Kasawa Wurzel. Die Wurzel wird getrocknet und dann zu Pulver verarbeitet. Je aelter die Wurzel, desto intensiver das Kawa. Das Pulver wird dann in einen Beutel (oft einfach nur ein (dreckiges) Handtuch) getan und im Wasser geschwenkt. Das Wasser bekommt eine braeunliche Faerbung. Und voila... Kawa! Das witzige ist, dass es eine Droge sein kann, wenn man zu viel und zu starken Kawa trinkt. Allein die schwache Mischung (fuer die Touristen) bewirkt allerdings, dass dein ganzer Mund und Lippen taub werden. Schmecken tut es auch nicht. Nach Erde wuerde ich sagen, aber jeder der nach Fiji kommt MUSS das Zeug einfach mal getrunken haben :D

Waehrend Patty und ich von Insel zu Insel gehuepft sind, haben wir immer wieder die gleichen Leute angetroffen, die aehnliche Routen wie wir hatten. Und so hat sich eine Gruppe formiert: ein Paerchen aus England, ein Paerchen aus Holland, eine Franzoesin und Patty und ich. Und selbst als wir von den Insel kamen, hatten wir uns danach noch einmal zum Dinner getroffen, um auf den schoene Zeit im Paradies zu trinken :)

An dem Tag als ich aus Fiji flog, war ich weniger traurig. Ich hatte zwar letzendlich eine tolle Zeit. Aber es war nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Von Fiji ging es dann weiter nach Los Angeles (ich weiss... groesser haette der Wechsel nicht sein koennen :) vom relaxen am Strand, ab in die Grossstadt). Und ich war ueberrascht wie sehr mit L.A. gefallen hat. Ich glaube ich habe alles tourstische gemacht, was man machen muss, wenn man in L.A. ist. Ich war in Hollywood, bin den Walk Of Fame entlang gelaufen, bin hoch gewandert zum Hollywood sign, war in L.A. downtown und Chinatown und war am Santa Monica und Venice Beach. Mehr haben die drei Tage, an denen ich dort war, auch nicht her gegeben. Danach bin ich nach San Francisco geflogen. Ich LIEBE San Fran. Wirklich! Das war mein Traum seit ever einmal nach San Fran zu gehen und den habe ich wahr gemacht. Leider war ich auch da nur fuer drei Tage. Aber die habe ich ebenfalls genutzt. Ich bin zur Golden Gate Bridge gelaufen und habe ein Cable Car durch die Stadt genommen, die Huegel rauf und runter! Einfach genial. Ich bin auf der steilste Strasse der Welt gelaufen und eigentlich wollte ich auch Alcatraz besichtigen, aber das war leider schon ausgebucht! Naja... ein Grund mehr wieder zukommen :)

Nach San Fran bin ich dann nach Spokane geflogen. Zu Marcels Gasteltern und es war so ein schoenes Gefuehl zu wissen, dass jemand auf dich wartet am Flughafen. Und so war es auch. Die Begruessung war wunderschoen! Die Pappis haben mir einen Muetzenpullover mitgebracht, weil es in Spokane zur der Zeit wirklich noch sehr kalt war. An dem Tag, an dem ich gelandet bin, konnte ich sogar Schnee sehen. Und weil ich die letzten drei bis vier Monate auf der Suedhalbkugel verbracht hatte, war ich nicht sonderlich auf die Kaelte vorbereitet. ^^ Wie auch immer... Marcels Gasteltern sind unglaublich. Die beiden kuemmern sich um mich als waere ich deren Tochter. Ich habe seit langen mal wieder ein richtiges Bett und mein eigenes Badezimmer und es fuehlt sich toll an! Bei den beiden bleibe ich jetzt noch bis zum 22.04 und dann reisen wir die letzte Woche noch zusammen. Von Vancouver, B.C., Canada fliege ich dann nach HAUSE! Und ich muss sagen, dass ich mich freue. Ich freue mich meine Familie wieder zu sehen, ich freue mich auf EUCH :) Ich freue mich auf das, was jetzt bald alles noch kommt.
Ich beraeue keine einzige Mintute meiner Reise, auch wenn es nicht immer leicht war. Manchmal fuehlt man sich einsam (gerade, wenn man alleine reist) und was ich gelernt habe ist, dass nicht alles nach Plan laueft und das ist auch gut so! Jedes mal, wenn ich von meinem Plan abgewichen bin, habe ich entweder unglaubliche Leute getroffen oder etwas unglaublich schoenes gesehen, erlebt. Das beste am Reisen SIND die ungeplanten Dinge... :)

In diesem Sinne: Bis bald, meine Lieben! :) Ich hab euch lieb <3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen