Dienstag, 13. September 2011
Nach 67,7 km endlich am Ziel!!
Heute kann ich euch von meiner Reise berichten, die zwar nicht zu den Kängurus, durch den Dschungel oder ins Tote Meer führte, stattdessen durch den großen Wald von Plettenberg. Am Samstag (10.09.) bin ich meinen ersten Ultramarathon mit 67,7 km und 1790 Höhenmetern gelaufen.
Start war um 07:30 Uhr, sodass wir um kurz vor 6 schon losfahren mussten. Das frühe Aufstehen war gar nicht einmal so schlimm, da ich die Nacht vorher vor Aufregung eh kaum schlafen konnte. Auf der Fahrt nach Plettenberg dachte ich nur noch.. schaffe ich den Ultramarathon überhaupt...das ist doch verrückt, wer läuft schon 67,7km- warum mache ich das noch mal??-
Dank Lauras Vater hier ein Foto vom Laufteam kurz vorm Start: links: mein Bruder; rechts ein Laufnachbar, mit dem ich die ganze Zeit zusammen lief
Es waren insgesamt knapp unter 100 Starter für den Ultramarathon. Wir haben von vorne rein ein sehr langsames Tempo gewählt, damit wir die lange Distanz durchhalten können. Sobald es bergauf ging, sind wir immer gegangen und damit waren wir nicht die einzigen. Das hab ich vorher noch nie gesehen, dass bei einem Laufwettkampf fast alle Läufer bei den Bergen sofort gehen:-P
Die Strecke war wunderschön- immer wieder ging es bergauf -und ab, sodass wir immer wieder herrliche Aussichten hatten. Die Stimmung war super, ich glaub fast alle Bewohner von Plettenberg waren an diesem Tag im Einsatz:-) Selbst wenn wir gegangen sind jubelten uns die Leute zu. Und plötzlich hatten wir schon 40 km geschafft, die Zeit verging wie im Flug und es hat einfach nur Spaß gemacht. Doch ab km 45 habe ich doch allmählich meine Beine gespürt, doch es ging weiter- bergauf gehen und bergab, flach laufen. Ab Kilometer 60 ging es zwar nur noch bergab, aber da hieß es durchhalten und weiter kämpfen. Wir haben sogar bergab noch manche überholt, die gegangen sind, ich wollte nur noch so schnell es geht ans Ziel, obwohl ich selber auch gerne gegangen wäre.
Als wir nun endlich den Waldboden verlassen haben und wieder in die Stadt kamen jubelten uns die Leute schon zu. Wir näherten uns immer weiter dem Ziel und ich war überglücklich und total fertig als wir es endlich geschafft hatten:)
Überrascht war ich schließlich von meiner Zeit. Ich habe trotz des vielen Gehens nur 07:50 Stunden gebraucht und wurde damit 2. Frau:)
Meine Beine habe ich ein Tag später kaum noch gespürt, nur meine Zehen, die teilweise blau geworden sind. Doch das hielt mich nicht vom Laufen ab:-P und nun plane ich schon, wann ich wohl den nächsten Ultramarathon laufen werde...
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Ich freu mich so fuer dich Karo und ich bin super stolz und auch ein bisschen neidisch.^^ Es war ausserdem schoen ein Foto vom deutschen Wald zu sehen. Liebe Gruesse und mach weiter so.
AntwortenLöschenLaura